11.08.2009 17:25 von Heiko Temme
Die Traditionsschiffahrt wird in Deutschland und der EU zunehmend schwieriger. Wir wollen mit dieser Aktion darauf aufmerksam machen, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt, um die Traditionsschiffahrt in Deutschland und in Europa zu erhalten!
Viele der Betreiber und Vereine haben keine Rechtssicherheit beim Betrieb der Schiffe da eine europaweite Regelung der einzuhaltenden Vorschriften nicht existiert bzw. von manchen Ländern nicht anerkannt werden.
So kann eine Fahrt nach Dänemark sehr schnell zum (rechtlichen) Abenteuer werden. Sailtraining für Jugendliche sowie der kulturelle Austausch wird dadurch zunehmend erschwert.
Die Segler werden nach und nach den Veranstaltungen wie z.B. der Kieler Woche fernbleiben. Es ist 5 vor 12. Daher bitten wir alle Vereine, Betreiber, Eigner und Betroffene zeigen sie Flagge, setzen auch Sie die schwarze Flagge zur Hanse-Sail 2009.
Es wurde versucht, die Probleme zusammenzufassen.
Traditionsschiffahrt ist ein äußerst beliebtes kulturelles Geschehen mit vielen Facetten. Jedoch dürfen wir mit unseren Schiffen legal kaum mehr die nächstgelegenen ausländischen Häfen anlaufen.
Das symbolisieren die schwarzen Flaggen mit dem Fragezeichen — wir wissen nicht so richtig, wie es unter diesen Bedingungen weiter gehen kann. Zunehmende Uneinigkeit der europäischen Staaten über die gegenseitige Anerkennung der nationalen Vorschriften münden in nationale Alleingänge.
Traditionsschiffahrt nur vor der eigenen Haustür wiederspricht aber den Konzepten unserer Traditionsschiffe und bedeutet ein Ende des maritimen Austauschs, ein Ende des Besuchs maritimer Veranstaltungen in anderen Ländern.
Europa wächst immer mehr auf einer gemeinsamen Rechtsgrundlage zusammen — eine Ausnahme dabei sind die immer noch pur nationalen Regelungen für Traditionsschiffe.
Wir brauchen eine verläßliche, europäische Rechtsgrundlage für den Betrieb unserer Schiffe.
Alle Schiffseigner und Schiffsbetreiber die BLACKFLAG mittragen, indem die schwarze Flagge geführt wird.
Die Initiative wird organisatorisch von der GSHW, dem deutschen Interessenvertreter der Traditionsschiffahrt, getragen und verantwortet.
Die Gemeinsame Kommission für Historische Wasserfahrzeuge (kurz: GSHW) ist der Dachverband für deutsche Traditionsschiffe in Fahrt. Getragen wird er von kleinen und großen Betreibervereinen von Traditionsschiffen, aber auch institutionellen Zusammenschlüssen wie der Arbeitsgemeinschaft deutscher Museumshäfen, oder der Deutschen Sail Training Association (STAG).